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Geschichte hilft, Zukunft zu schreiben

Geschichte aufarbeiten, ist oft der Schlüssel zum besseren Verstehen. Und so Voraussetzung, um Zukunft zu gestalten. So jüngst geschehen mit der kritisch kommentierten Edition zu Hitlers „Mein Kampf“.

Noch immer sei es keineswegs selbstverständlich, von Hitlers Werk, das Leser mit „Hassorgien und Stilblüten“ quäle, eine Lektüre zu erwarten, die zu neuen Erkenntnissen führe. Das schreibt die Wissenschaftlerin Barbara Zehnpfennig von der Uni Passau. Wer sich aber darauf einlasse, „wer bereit ist, Hitlers Gedanken erst einmal mitzudenken, statt sie sofort zu verurteilen, der bekommt einen ganz neuen Zugang zur Hitler. […] Er kann minutiös mitvollziehen, wie sehr sich Hitlers (Fehl-)Wahrnehmungen zu einer Weltanschauung verdichten.“

Es ist also wahr, dass (auch) das Unheil im Denken beginnt, fasst Zehnpfennig am Ende zusammen, um nachzuschieben, dass sich das Denken (anderer) kaum aus der Welt schaffen lasse. Nicht durch Kampf und schon gar nicht durch das Töten von Menschen. Dem Denken muss man sich stellen. Mehr