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Geben wir unsere Freiheit leichtfertig preis?

Wir benutzen, recherchieren, teilen oder kaufen im Netz Apps, Bücher, Intimes oder Schuhe. Wir geben dauernd Informationen und Privates freiwillig preis und kritisieren im gleichen Atemzug den mangelnden Datenschutz durch die Politik oder die Abhörpraktiken des amerikanischen Geheimdienstes.

Mit  jedem Klick würden sich die Machtverhältnisse zwischen Bürgern und Institutionen verschieben, das glauben Harald Welzer und Michael Pauen in ihrem neuen Buch "Autonomie – Eine Verteidigung". Soziale Technologien mit ihren digitalen Datenströmen verführten die Menschen immer mehr dazu, die eigene Autonomie zu opfern. Wenn auch ungewollt.

Ohne Freiheit und Autonomie sind Individualismus und Privatsphäre nicht denkbar. Doch es sei diese selbst gewählte Konformität, die Individualismus und Privatsphäre gefährdeten, analysieren die beiden Autoren. Sie fordern denn auch zu digitaler Zurückhaltung auf, um die eigene Autonomie und die der Mitbürger zu wahren und so Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Mehr dazu in der Buchkritik von Spektrum der Wissenschaft.