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Die Welt aufgeteilt in sechs Mediensystem-Modelle

Roger Blum, emeritierter Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft, wagt es: Er teilt die Welt auf in nur sechs Modelle von Mediensystemen. Modellbildend sind die Systeme aus China, Iran, Russland, Italien, Grossbritannien und die USA. Die Schweiz subsummiert er unter dem Modell Grossbritannien.

Blum nennt elf Kriterien, nach denen die Zuteilung von Staaten und deren Mediensystemen zu den Modellen möglich werde. Und er zeigt auf, dass Religionszugehörigkeit, Sprachsituation, Bildungsgrad, Grösse der Medienmärkte oder auch der Grad der Medienvielfalt kaum bestimmend sind.

Schliesslich untersuchte er die Treiber, die einen Wechsel von einem System in ein anderes ermöglichen können, etwa vom Klientel- in ein Public-Service-Modell. Es sind dies: Fundamentale Veränderung des politischen Systems einschliesslich der Bedeutung der Menschenrechte, ökonomische Veränderungen – zum Positiven wie zum Negativen – sowie die Grenzen sprengende Globalisierung. Dabei, und das ist besonders interessant, bewirke die Globalisierung mit ihren weltweit agierenden Mediengiganten nicht, dass nationale Mediensysteme aufgegeben werden müssten. Mehr