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Vorsicht: Achtsamkeit überall!

Psychologen und Anbieter von Seminaren für Manager und andere gestresste Mitbürger halten weltweit Menschen zur Achtsamkeit an. Auch Stapel voller Bücher und Apps zum Thema zeugen vom Boom, der aus Amerika stammt.

Achtsamkeit als eine besondere Form bewusster Selbstwahrnehmung im Kontext von Buddhismus und Meditation hat Tradition. Und macht so auch Sinn. Doch auf Knopfdruck, sprich: mit einem einfachen Trainingsprogramm fürs Wohlgefühl oder mit etwas Geld für Therapieübungen in der Gruppe, ist kein Erfolg zu haben, weder im Persönlichem noch im Beruflichen.  

Die NZZ am Sonntag und Das Magazin des Tages-Anzeigers haben die Sommerzeit genutzt und mit wissenschaftlich geschärftem Blick (NZZaS) respektive mit einem Bericht zu einem Selbstversuch von Maurus Federspiel (Das Magazin) den Achtsamkeitsboom schonungslos entlarvt.

Schon im Januar hat Julia Friedrichs im Magazin der „Zeit“ gefragt, warum viele Menschen sich selbst schon genug sind und drängende Fragen der Gegenwart verdrängen würden. -  Sich abschotten hilft definitiv kaum, schon eher zupacken, sich aufregen, kämpfen. Und dann mal wieder achtsam sein, sich Zeit nehmen und klug nachdenken. Um schliesslich entspannt zurückzulehnen.