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Literatur in Zeiten multimedialer Beschleunigung

Der Wert der Literatur in einer Epoche, in der sich die Inhalte immer mehr medial verflüssigten, bestehe darin, dass sie einen Ruhepol der Langsamkeit schaffe, Phantasie äufne und den Blick schärfe dafür, was die Welt im Innern zusammenhält, schreibt Björn Hayer im Feuilleton der NZZ.

Da stehen dann Sätze wie: „Kein Medium hat andächtiger vom Staunen des Betrachters angesichts des Sternenhimmels gesprochen als die Literatur.“ Oder: „ Das Internet gibt unserer Existenz einen Rahmen, aber die Literatur gibt ihr einen Grund.“

In der Literatur nehme das Wissen um Geburt und Tod, Transzendenz und Vergeblichkeit sprachliche Gestalt an. Es ereignet sich Schönheit, wie man sie weder in Blogs noch in Postings finde. Gedruckte Texte würden noch etwas liefern, das sie von der Medienkonkurrenz unterscheiden würden: „Sie geben dem Unsichtbaren Raum, erzählen von Geheimnissen, ohne deren Aura zu zerstören. - Bedenkenswert! Mehr