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Schlaf - Helfer des Lebens

Warum hat die Evolution das gefährliche Verhalten des Schlafens nicht ausgemerzt? Unter anderem darüber sinniert der Biochemiker Gottfried Schatz, emeritierter Professor der Uni Basel, wenn er nach des Rätsels Lösung für den Sinn des Schlafens sucht. Für ihn die interessanteste Erklärung dafür, dass wir das Bedürfnis haben nach den üblichen (und gesunden) 8 Stunden Schlaf, ist, dass ein schlafendes Gehirn das im Wachzustand Erlebte wiederholt und konsolidiert, Nebensächliches hingegen löscht und so Platz schafft für neue Erinnerungen.

Schlaf erlaubt also dem Menschen, erworbenes Wissen entweder zu löschen oder aber langfristig zu speichern. Leider erfülle in der westlichen Gesellschaft nur etwa jeder zweite Erwachsene sein Schlafpensum, darum litten viele Menschen an chronischem Schlafdefizit, so Schatz. „Dieses beeinträchtigt Kommunikations-, Entscheidungs- und Lernfähigkeit, den Hormonstoffwechsel sowie die Wirksamkeit des Immunsystems“. Schlaf sichere also die Lebenskraft.

Schlaf sei ein Zufluchtsort, den wir oft herbeisehnten, wenn das Wachen uns bedrücke. Das Geheimnis des Schlafes aber werde sich wohl noch lange dem Licht der Wissenschaft entziehen. Mehr