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Leadership: Das Verhalten, das Erfolg schafft

„Die weichen Faktoren sind die harten. Sie entscheiden am Ende über den Erfolg.“ So lautet die Antwort von Jack Zenger, gemäss Handelszeitung (Nr. 48, 26.11.2015, S. 31) wichtiger Vordenker zum Thema Leadership, auf die Frage, wie sich Leadership messen lasse. Dabei definiert Zenger Leadership wie folgt: Leadership ist das Verhalten einer oberen Führungskraft in einer Organisation, das jenen Erfolg schafft, den es ohne diese Person nicht gegeben hätte.

Eine überraschende Definition! Denn damit sind unterschiedlichste Arten von Führung vorstellbar, die alle gleichermassen erfolgreich sind. Laut Zenger sind Leader denn auch „nur“ in drei bis fünf von 16 möglichen Disziplinen wirklich stark. Aber alle wollen sie Resultate erzielen, das angestrebte Ergebnis würden sie nie aus den Augen verlieren. Darüber hinaus wären Leader auf ihre Art motivierend und inspirierend und alle zeigten strategische Stärken. „Es sind Leute, die sagen, was sie tun, und die tun, was sie sagen.“ Sie sind aufrichtig, integer, ehrlich.

Was Leader im Umgang mit modernen Teams lernen müssen, beschreibt die Harvard-Professorin Amy Edmondson in ihrem Interview ebenfalls mit der Handelszeitung (Nr. 47, 19.11.2015) zum Thema „Teaming“. Das Team, verstanden im traditionellen Sinne, ist eine stabile Gruppe von Mitarbeitenden, die über einen längeren Zeitraum besteht und klar erkennbar ist. Teams von heute wären dagegen fluide, unbeständig, die Arrangements veränderten sich ständig, die Grenzen zum Informellen wären fliessend.

Klar, dass ein solches Format von Team sehr viel mehr und dauernde Aufmerksamkeit des Managements sowie viel Kenntnis in kluger Steuerung erfordert. Die Dynamik ist hoch, ständig verändern sich Projekte, Ziele, Aufgaben und auch die Aufmerksamkeit der Beteiligten. Neugier, Passion und Empathie werden zentral wichtig bei Vorgesetzten und Mitarbeitenden.

Einige Arbeiten laufen gezwungenermassen auch über Soziale Medien und virtuelle Formen der Zusammenarbeit ab. Doch gerade bei fluiden Teams werden direkte Begegnungen und Zusammengehörigkeitsgefühl laut Edmondson essentiell. Genau wie der gemeinsame Erfolg! Die gute Nachricht von Amy Edmondson: Schweizer Unternehmen hätten durch ihre ausgeprägt teamorientierte Arbeitskultur einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber etwa asiatischen Ländern.